Ähnlich wie bei Menschen, steigt auch bei Katzen mit dem Alter das Risiko, sich bestimmte Krankheiten zuzuziehen. Eine Katze im Seniorenalter wird meist langsamer, ruhiger, und verschmuster. Es ist daher besonders wichtig, regelmäßige Untersuchungen beim Tierarzt durchführen zu lassen, um die Gesundheit der gefährdeten Fellnasen auch im hohen Alter noch zu erhalten. Folgende Krankheiten treten besonders häufig bei älteren Katzen auf:

Krebs
Krebserkrankungen in verschiedenen Formen sind bedauerlicherweise weit verbreitet bei älteren Katzen. Die am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung sind Bluttumore und sogenannte Lymphosarkome. Dies sind bösartige Geschwülste und Knoten. Je nach Art und Verlauf der Erkrankung, werden die Tiere mit einer „Chemotherapie, Bestrahlung“ (https://www.svk-asmpa.ch/katze/tumor/tumor6.htm) oder Operation behandelt.

Nierenerkrankungen
Erkrankungen der Nieren entwickeln sich häufig über mehrere Monate oder Jahre, und die Symptome tauchen erst in einem fortgeschrittenen Stadium auf. Zu diesen gehören u.a. übermäßiger Durst, häufiges Urinieren, Erbrechen und Appetitlosigkeit. Die Diagnose wird mittels Urin- und Bluttests durchgeführt und die Behandlung beinhaltet eine Ernährungsumstellung und verschiedene Medikamente.

Zahnprobleme
Mit dem steigenden Alter schwindet auch die Gesundheit der Zähne im Gebiss der Katze. Überdurchschnittlich häufig treten zwei Erkrankungen auf:

    • „FORL (Feline odontoklastisch resorptive Läsion)
    • Chronische Gingivitis/Zahnfleischentzündung

Verminderte Fresslust, merkwürdige Bewegungen des Kiefers oder untypisches Verhalten könnten Indizien für schmerzhafte parodontologische Erkrankungen sein. In der Regel werden stark erkrankte Zähne gezogen, um das Leid zu lindern.

Kognitive Dysfunktion
Ähnlich wie ‚Demenz‘ bei Menschen kommt es bei einer kognitiven Dysfunktion zum Abbau geistiger Fähigkeiten bei der Katze. Dieser äußert sich u.a. in Verwirrtheit und Desorientiertheit, Störung in räumlicher und zeitlicher Orientierung und Desinteresse an Spielzeugen oder Bezugspersonen. Da die Symptome vielfältig sind, ist eine eindeutige Diagnose nur mit Analyse des gesamten Blutbilds gestellt werden. Auch wenn diese Krankheit nicht heilbar ist, kann die Lebensqualität der Katze mit viel Geduld, Liebe und medizinischer Betreuung auf einem hohen Niveau gehalten werden.

Herzerkrankungen
Auch bei einer Herzerkrankung der Katze zeigen sich Anzeichen dafür erst im fortgeschrittenen Verlauf der Krankheit. Herzerkrankungen können zwar angeboren sein, doch diese machen einen sehr geringen Prozentsatz der Herzerkrankungen bei Katzen aus. Häufig erkrankt bei älteren Katzen der Herzmuskel, die häufigste Form davon ist die hypertrophe Kardiomyopathie. Durch die Erkrankung des Herzmuskelgewebes wird das Herz überfordert, was dazu führt, dass die Katze geschwächt ist, häufig in Atemnot gerät und leicht ermüdbar ist. Die Diagnose erfolgt mit Röntgenaufnahmen, Untersuchungen des Blutes und die Durchführung eines EKG. Eine medikamentöse Therapie ist in den meisten Fällen unumgänglich.